Schokofahrt Oktober 2019

Wir gehen auf Schokofahrt. Der Gedanke dahinter ist etwas skurril, verrückt oder nennen wir es etwas netter: idealistisch!

Kakaobohnen werden aus Amerika mit dem Segelschiff nach Amsterdam gebracht. In Süd- und Mittelamerika wurden sie fair gehandelt, so dass die Kakaobauern die Bohnen ökologisch anbauen und von den Erträgen die Familien ernähren können. CO2-frei nach Amsterdam verbracht, machen die Chokolade-Makers daraus Schokolade. Dabei nutzen Sie Photovoltaik und möglichst wenig und grüne Energie und sorgen für möglichst umweltgerechten Transport. Eine tolle Sache.

Dann kam ein Radfahrer auf die Idee, die „grüne“ Schokolade „grün“ nach Deutschland zu holen, fuhr mit dem Rad nach Amsterdam und kaufte dort Schokolade ein, die er in der Heimatstadt über idealistisch denkende Kaufleute vertreiben ließ. Auch eine tolle Sache.

Im Oktober 2019, bei der sechsten Schokofahrt, waren es geschätzt 200 (!) Radfahrer*innen, die dem Beispiel gefolgt sind, Schokolade zu holen und CO2-frei – oder bei Einsatz von Elektrorädern CO2-arm zu transportieren. Wir haben als Duisburger Gruppe für Kaufleute in der Umgebung, aber auch für befreundete Teams aus anderen Städten 220 kg Schokolade geholt und nach Duisburg gefahren.

Unser „Chef“ hat uns 24° C, Sonne und Rückenwind versprochen – schon vor Monaten. Nun ja, die 24° C mussten wir uns Fahrer*innen offenbar teilen, so dass für jede/n von uns nur ein kleiner Teil übrig blieb. Mit „Sonne“ war wohl „liquid sunshine“ gemeint, wie die Engländer den Regen nennen und zu dem Rückenwind sage ich jetzt besser mal nichts. Dafür war er stärker als es normalerweise der Fall ist.

Trotz alledem haben wir mit einer sehr netten Truppe viel Spaß gehabt, einen guten Zusammenhalt erlebt und viele viele nette Leute aus ganz Deutschland getroffen, die genauso idealistisch waren wie wir und ganz viel Schokolade geholt haben.

Ein Riesenspaß mit dazu noch einem oder sogar mehreren guten Zwecken. Ich kann es nur empfehlen, da mal mitzumachen.