Zeeland (2)

Den Rückweg wollte ich in zwei Tagen absolvieren. Zum Glück legte sich der Sturm. Allerdings drehte der Wind, so dass ich für den Rückweg auch mit Gegenwind von immerhin 3-4 Bft. rechnen musste. Na toll.

Für den ersten Tag waren 6° C und Regen angesagt. Daher kaufte ich noch eine regenfeste Radhose und Beinlinge. Es war aber im Ergebnis doch trocken. Der Wind war stetig da und wehte immer etwa von schräg vorn-links. An einem Deich flog ein großer Bussard in wenigen Metern Entfernung mir entgegen. Ergreifend, ein solches Ereignis. Die Landschaft war zum Teil recht eintönig, die Tour aber sehr schön. Etwa 5 km vor dem Zwischenziel riss eine Speiche und ich eierte zum Hotel. Glücklicherweise konnte der Radladen am nächsten Morgen das Malheur beseitigen und es ging los. Da es trocken sein sollte, hatte ich die regenfeste Hose eingepackt und eine andere angezogen. Aus dem Radladen herauskommend, stellte ich Nässe von oben fest. Na toll. Dafür waren es auch nur noch 4° C. Der Wind war gleich. Wie es nach Murphy's Law sein musste, waren auch noch knapp 10 km des Radweges aufgerissen und in bis zu 20 cm tiefen Matsch verwandelt worden. Tempi von mehr als 10 km/h sind damit kaum möglich. Die Kraft wurde mir aus den Beinen gesaugt. Nach 90 km war ich nahe daran, aufzugeben. Eine heiße Tomatensuppe, ein Kaffee und etwas Aufwärmen im Restaurant ließen die Lebensgeister wieder erwachen. Damit war auch der letzte Teil gut zu fahren möglich und nach 255 km kam ich in Venlo ab. Hier wurde ich dann mit dem Auto schon erwartet.

Eine tolle Tour!

DruckenE-Mail